ALBIS Finance - Wenig Geld für Anleger

Ende des Jahres 2010 sollte die als Nordlease AG gegründete ALBIS Finance AG den ersten atypisch stillen Gesellschaftern mit 10-Jahres-Verträgen ein Auseinandersetzungsguthaben errechnet haben. Mitte Februar 2011 erhalten erste ausgeschiedene Anleger einen Abfindungsbetrag mitgeteilt: Dieser liegt meist deutlich unter der Summe der eingezahlten Beträge.

Über eine Dekade lang hatten viele Anleger an die vollmundigen Versprechungen der Gesellschaft geglaubt. Demnach wurden Renditen im zweistelligen, jedenfalls aber im hohen einstelligen Bereich erwartet. Nun stellt sich nicht nur heraus, dass es keine Rendite, sondern herbe Verluste gab. Zu allem Überfluss erklärt die ALBIS Finance AG ihren Anlegern auch noch, dass die Beträge aufgrund eines "Liquiditätsengpasses" lediglich in Raten ausgezahlt werden können. Im Klartext heißt dies: Anleger die Ende 2009 nach 10jähriger Laufzeit gekündigt haben, werden eventuell erst 2015 ihr gesamtes Auseinandersetzungsguthaben erhalten.

Die Röhlke Rechtsanwälte vertreten eine Vielzahl von Anlegern gegen die ALBIS Finance und sehen Möglichkeiten gegen die Gesellschaft vorzugehen. "Keiner der hier vertretenen Mandanten wollte 15 Jahre bis zur Auszahlung warten - 10 Jahre Laufzeit bis zur Auszahlung waren das Ziel. Wir werden für unsere Anleger versuchen, schneller an das Geld zu kommen," meint Rechtsanwalt Jan Kuhlen aus Berlin, der den ALBIS-Komplex betreut.

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